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Normen und Richtlinien


Normen und Richtlinien sind grundsätzlich keine Gesetze. Wenn diese Anwen­dung finden sollen, müssen diese projektbezogen vertraglich vereinbart werden.

Durch das BauKG ist festgelegt, dass die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung gemäß ASchG, § 7 umzusetzen sind. Diese allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung sehen die Berücksichtigung des Standes der Technik vor. Da Normen und Richtlinien üblicherweise als Stand der Technik gelten, sollten diese insbeson­dere im Hinblick auf eine bessere Rechtssicherheit von Bauherren bzw. Koor­dinatoren umgesetzt bzw. berücksichtigt werden.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit finden Sie nachfolgend eine Überblick wichtiger Normen und Richtlinien, die für die Umsetzung des BauKG relevant sein können. Bei der Auswahl der Normen und Richtlinien wurde vor allem ein Augenmerk auf die Praxisrelevanz gelegt.

Informationen zur Baustellenverordnung (Gesetzgebung in Deutschland) finden Sie auf bausicherheit.de.

Richtlinien für gesamten EU-Raum

EU-Leitfaden zur Baustellen-Richtlinie 92/57/EWG

Dieser Leitfaden wurde auf EU-Ebene erstellt und beschreibt sehr strukturiert und systematisch die Umsetzung der EU-Richtlinie 92/57/EWG. Dieser Leitfaden berücksichtigt nicht die nationalen Rechtsvorschriften der einzelnen Mitglieds­staaten, daher auch der Zusatz “nicht verbindlich”. Da der Kerninhalt der “Baustellen-Richtlinie” bei allen nationalen Gesetzten (Österreich: BauKG, Deutschland: BaustellV) zu übernehmen war, stellt dieser Leitfaden eine gute Ergänzung zur Umsetzung bzw. zum Verständnis der nationalen Gesetze und Anforderungen dar.

 > Leitfaden zur Durchführung der Richtlinie 92/57/EWG (PDF)

EU-Richtlinie 92/57/EWG (Baustellenrichtlinie)

Die auf zeitlich begrenzte oder ortsveränderliche Baustellen anzuwendenden Mindestvorschriften für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz – Baustellenrichtlinie (8. Einzelrichtlinie zur Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie)

Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz – BauKG (A) bzw. die Baustellen­verordnung – BaustellV (D) sind durch die Umsetzung dieser EU-Richtlinie entstanden.

> Richtlinie 92/57/EWG (PDF)

Normen und Richtlinien

ÖNORM B 2107 – Teile 1-3 (Umsetzung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes (BauKG)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese ÖNORM regelt die Funktionen und Pflichten im Rahmen der Umsetzung des BauKG. Das Verfahren zur Erstellung von Sicherheits- und Gesundheits­schutzplänen gemäß BauKG wird in ÖNORM B 2107-2 geregelt. Das Verfahren zur Erstellung von Unterlagen für spätere Arbeiten gemäß BauKG wird in ÖNORM B 2107-3 geregelt. Das BauKG (Bauarbeitenkoordinationsgesetz) hat eine neue Form der Zusammenarbeit auf Baustellen geschaffen. Es wird durch die Einbindung des Bauherren und die Bestellung von zusätzlichen für den Arbeitnehmerschutz verantwortlichen Personen in der Vorbereitungs- und Ausführungsphase sichergestellt, dass Bauarbeiten in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz koordiniert werden und gegen besondere Gefahren zusätzliche Maßnahmen getroffen werden.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen ÖNORM erfolgt über die Austrian Standards plus GmbH.

> ÖNORM B 2107 (Teil 1-3)

Koordination und Absturzsicherungen (Broschüre des AIR)

Diese Broschüre des Arbeitsinspektorates zeigt wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Absturzgefahren auf Baustellen im Zusammenhang mit dem BauKG auf.

> Koordination und Absturzsicherungen (PDF)

ÖNORM EN 795 (Persönliche Absturzschutzausrüstung – Anschlageinrichtungen)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese Europäische Norm legt Anforderungen an die Leistungsmerkmale und zugehörige Prüfverfahren für Anschlageinrichtungen zur Verwendung durch eine einzelne Person fest, die dafür vorgesehen sind, von der baulichen Einrichtung abnehmbar zu sein. Diese Anschlageinrichtungen umfassen ortsfeste oder bewegliche Anschlagpunkte, die zur Befestigung von Bestandteilen eines persönlichen Absturzschutzsystems nach EN 363 konstruiert sind. Diese Europäische Norm legt außerdem Anforderungen an die Kennzeichnung und Gebrauchsanleitung fest und gibt Hinweise zur Montage.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen ÖNORM erfolgt über die Austrian Standards plus GmbH.

> ÖNORM EN 795

ÖNORM EN 517 (Vorgefertigte Zubehörteile für Dacheindeckungen – Sicherheitsdachhaken)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese Europäische Norm gilt für Sicherheitsdachhaken (Bauprodukte), die auf der Oberfläche von geneigten Dächern angeordnet und mit der tragenden Dachkon­struktion fest verbunden sind. Sie dienen zum Einhängen von Dachdeckerleitern, zum Befestigen von Dachdeckerstühlen und als Anschlagpunkte für Sicherheits­geschirre. Dieses Dokument legt die wesentlichen Maße, die zu verwendenden Baustoffe sowie die Anforderungen an die Tragfähigkeit der an der Dachkon­struktion befestigten Sicherheitsdachhaken einschließlich ihrer Befestigungsmittel und den Umfang der Prüfungen fest. Diese EN gilt nicht für Einrichtungen, die ausschließlich als Anschlagpunkte für Sicherheitsgeschirre verwendet werden (siehe EN 795).

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen ÖNORM erfolgt über die Austrian Standards plus GmbH.

> ÖNORM EN 517

ÖNORM B 3417 (Sicherheitsausstattung und Klassifizierung von Dachflächen für Nutzung, Wartung und Instandhaltung)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese ÖNORM regelt die Ausstattung von Steil- und Flachdächern aller Dachneigungen mit ständigen Sicherheitseinrichtungen vor allem gegen Absturz zur Absicherung von Personen bei Nutzung, Wartung und Instandhaltung von Dächern. Länger dauernde Arbeiten auf Dächern, wie z.B. Umdeckungen, Dachausbauten, erfordern grundsätzlich kollektive technische Schutzein­richtungen bzw. organisatorische Maßnahmen für Bauarbeiten.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen ÖNORM erfolgt über die Austrian Standards plus GmbH.

> ÖNORM B 3417

Planungsgrundlagen von Anschlageinrichtungen auf Dächern (Planungsrichtlinie der AUVA)

Dieses Dokument der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt – AUVA bietet eine Hilfestellung zur Planung individueller Schutzmaßnahmen für Dächer wie Anschlagpunkte, Seilsicherungssysteme, Geländer, usw. Diese Planungsrichtlinie wurde im Rahmen der D-A-CH-S Arbeitsgruppe – Experten aus Deutschland, Österreich der Schweiz und Südtirol – erarbeitet bzw. abgestimmt.

> Planungsgrundlagen von Anschlageinrichtungen auf Dächern (PDF)

ÖNORM B 4007 (Gerüste – Allgemeines – Verwendung, Bauart und Belastung)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese ÖNORM ist für alle Gerüste anzuwenden. Sie gilt für sämtliche Gerüste hinsichtlich ihrer Aufstellung und Verwendung. Hinsichtlich der Leistungs­anforderungen sowie Verfahren für Entwurf, Konstruktion und Bemessung/ Prüfung gilt für Fassadengerüste aus vorgefertigten Bauteilen die ÖNORM EN 12810-1, Arbeitsgerüste die ÖNORM EN 12811-1, Traggerüste die ÖNORM EN 12812, Stützentürme aus vorgefertigten Bauteilen die ÖNORM EN 12813, verfahrbare Arbeitsgerüste aus vorgefertigten Bauteilen die ÖNORM EN 1004, temporäre Seitenschutzsysteme die ÖNORM EN 13374, vertikale Schalungen die ÖNORM EN 15113-1. Sonderkonsolgerüste wie bei Schornsteinen und ähnlichen Bauwerken sind nicht Gegenstand dieser ÖNORM. In diese ÖNORM wurden folgende Berichtigungen eingearbeitet: die Bezugsfehler (7.3 statt 7.4) im Abschnitt 5.2.1 sind richtig gestellt und in Abschnitt 5.1.1 und 5.1.2 wurden die nicht mehr geregelten Leitergerüste gestrichen.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen ÖNORM erfolgt über die Austrian Standards plus GmbH.

> ÖNORM B 4007

TRVB 149 /85 (Brandschutz auf Baustellen)

Technische Richtlinien vorbeugender Brandschutz

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese TRVB soll einheitliche Mindestanforderungen bezüglich des Brandschutzes auf Baustellen festlegen, sofern durch Bundes- oder Landesgesetze nicht andere Vorschriften bestehen. Es werden die jeweils nötigen und möglichen Brand­schutz­maßnahmen in Abhängigkeit vom Baustadium aufgezeigt. Die folgenden Maßnahmen finden Anwendung bei allen Arbeiten zur Herstellung, Instand­setzung, Änderung und Beseitigung von baulichen Anlagen einschließlich der hiefür vorbereitenden und abschließenden Arbeiten. Die im folgenden zitierten “Technischen Richtlinien Vorbeugender Brandschutz“ (TRVB) sind in der jeweils letztgültigen Fassung anzuwenden.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen TRVB erfolgt über den Online-Shop des ÖBFV

> TRVB 149/85

RVS 09.01.51 (Richtlinien für die Planung und Umsetzung eines Sicherheits- und Gesundheitskonzeptes auf Untertagebaustellen)

Zusammenfassung lt. offizieller Verkaufsstelle:
Diese RVS 09.01.51 der Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr (FSV) ist für die Anwendung bei allen Arten von Untertagebaustellen vorgesehen.
Für andere Bauweisen wie Absenktunnel, Caissons usw. ist der vorliegende Leitfaden dann anzuwenden, wenn mögliche Gefährdungen mit denen von Untertagebaustellen vergleichbar sind.
Für nicht bemannte Vortriebe wie Pressvortriebe mit kleinem Durchmesser usw. ist der Leitfaden nicht anzuwenden.

Der Vertrieb dieser kostenpflichtigen Richtlinie erfolgt über den Online-Shop der FSV.

> RVS 09.01.51