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Marktplatz und Information für Bausicherheit
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Marktplatz und Information für Bausicherheit
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- Servicebereich: BaustellV
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Über bausicherheit.at


Marktplatz und Information für Bausicherheit

Das Online-Portal bausicherheit.at ist eine Ausschreibungs- bzw. Vermitt­lungs­­plattform für BauKG-Leistungen (Baukoordinator bzw. Planungs- und Baustellenkoordinator). Der gesamte Vorgang – Ausschreibung, Angebotslegung und Beauf­tra­gung – erfolgt online. Die hohe Benutzer­freundlichkeit des Portals ermöglicht auch einmaligen Benutzern (z.B. Eigenheimerrichter) einfach und kostenlos einen Koordinator über das Internet zu finden. Neben dieser Kernaufgabe erhalten die Besucher viele wichtige Infos zu Gesetzen, Normen und Richtlinien sowie Pro­dukt­informationen, Praxiswissen und Mustervorlagen (Know-how Datenbank) zum Thema Arbeitssicherheit am Bau, Baukoordination und BauKG.

Durch die Einführung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes (BauKG) sind Bauherrn dazu verpflichtet, einen Baukoordinator zu bestel­len. Diese zusätzliche Aufgabe bzw. Verpflichtung wirft jede Menge Fragen auf:

  • Wann braucht man nun wirklich einen Baukoordinator?
  • Brauche ich einen SiGe-Plan, eine Unterlage oder eine Vorankündigung?
  • Mit welchen rechtlichen Konsequenzen muss ich als Bauherr rechnen?
  • Brauche ich einen Planungskoordinator und einen Baustellenkoordinator?
  • Wie kommt man zu einem Baukoordinator?

Für diese und viele weitere Fragen bietet bausicherheit.at Lösungen und Hilfe­stellung an. Durch die Spezialisierung dieser Plattform kann auf die Bedürfnisse und Erwartungen  der Nutzer konkret und spezifisch eingegangen werden. Die Rechtssicherheit der Projektbeteiligten, ein ausgeglichenes Leistungsangebot, die Reduzierung von Unfällen auf Baustellen und ein faires Miteinander sollen bestmöglich in Einklang gebracht werden.

Thomas Huemer von bausicherheit.atMein Name ist Thomas Huemer. Ich bin Gründer dieses Portals und betreibe über mein Unter­nehmen PlattformX e.U. diese Website. Nachdem ich viele Jahre selbst als Baukoordinator tätig war, bringe ich nun mein Praxiswissen und Know-how in dieses Projekt ein. Ich bin selbst nicht mehr als Baukoordinator tätig und garantiere absolute Unab­hängigkeit und Loyalität.

Gerne beantworte ich auch persönlich Ihre Fragen:

Tel.: +43 664 1215830 E-Mail: office@bausicherheit.at

Viel Erfolg bei Ihrem Bauvorhaben!

Diese Fragen könnten Sie interessieren:

Gilt das BauKG für meine Baustelle?

Das Gesetz gilt für alle Baustellen auf denen Arbeitnehmer beschäftigt werden, mit unterschiedlich geforderten Aktivitäten in Abhängigkeit der Baustellen­bedingungen (Anzahl der Firmen, Art und Umfang der Arbeiten). Sobald z.B. auf Ihrer Baustelle gleichzeitig oder aufeinanderfolgend Arbeitnehmer mehrerer Arbeitgeber (die Firmen/Ihre Auftragnehmer) tätig werden, benötigen Sie einen Baukoordinator. Dabei ist es egal, ob diese Firmen von Ihnen einzeln oder durch die Vergabe an einen Generalunternehmen als Nachunternehmer (Subunternehmer) beauftragt werden (genauere Informationen zur Generalunternehmerbeauftragung finden Sie auch in diesem Blogartikel).

Einen detaillierten Überblick der geforderten Maßnahmen finden Sie in den nachfolgenden Aufstellungen oder unter Gesetze und Rechtsprechung auf der Service-Seite dieser Plattform.

> Übersicht der geforderten Aktivitäten gem. BauKG in Österreich (PDF)

Brauche ich als Eigenheimerrichter einen Koordinator?

Vorweg das Fazit der nachfolgenden, genaueren Erläuterung:

Fast immer brauchen Sie als Eigenheimerrichter oder Bauherr eines kleineren Bauvorhabens einen Baukoordinator für die Planungsphase (Planungskoordinator) und einen Baukoordinator für die Ausführungsphase (Baustellenkoordinator)!

Grundsätzlich gilt auch für Eigenheime (so genannte Häuslbauer) das Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG). Ein gewisses Mindestmaß an Aufgaben bzw. Maßnahmen, insbesondere die Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze der Gefahren­verhütung gemäß ASchG ist bei jeder Baustelle erforderlich. Aber in den meisten Fällen reicht das nicht aus.

Sowohl einen Planungskoordinator für die Vorbereitungsphase als auch einen Baustellenkoordinator für die Ausführungs­phase hat der Bauherr dann zu bestellen, sobald Arbeitnehmer (Beschäftigte) mehrerer Arbeitgeber (Firmen) gleichzeitig oder nacheinander tätig werden. Wenn Sie also neben dem Baumeister  noch eine weitere Firma beauftragen (z.B. Dachdecker, Elektriker, usw.), brauchen Sie bereits einen Baukoordinator. Das Vorhandensein von mehreren Arbeitgebern ist auch dann gegeben, wenn Sie einen Generalunternehmer beauftragen und dieser nur einen Nachunter­nehmer (Subunternehmer) einsetzt. Wenn Ihr Eigenheim ausschließlich in Eigenleistung (Nachbarschaftshilfe) errichtet wird bzw. wenn maximal ein Arbeitgeber (eine Firma) beauftragt wird, muss kein Baukoordinator bestellt werden.

Ebenso ist in vielen Fällen eine Vorankündigung oder ein SiGePlan zu erstellen (siehe dazu nachfolgende PDF-Übersicht). Es empfiehlt sich aber insbesondere bei nicht klar vorhersehbaren Baustellen­bedingungen (Baudauer, Anzahl der Firmen, usw.) einen SiGe-Plan zu erstellen bzw. erstellen zu lassen, um wirklich rechtssicher zu sein.

Des Öfteren tritt die Frage auf, ob auch ein Baukoordinator für die Planungsphase (Planungskoordinator) gerade bei kleineren Bauvorhaben bestellt werden muss. In der Praxis ist die Funktion des Planungskoordinators insbesondere mit der Erstellung des SiGePlanes verbunden. Den Baukoordinator für die Planungsphase (Planungskoordinator) können Sie daher bei Ihrer Koordinatorsuche- bzw. Ausschreibung nur dann unberücksichtigt lassen, wenn diese Funktion bereits im Vorfeld – bis zum Baubeginn – jemand innehat und ein SiGePlan vorliegt.

> Übersicht der geforderten Aktivitäten gem. BauKG in Österreich (PDF)

Ich vergebe an einen Generalunternehmer (GU) oder errichte ein Fertighaus. Brauche ich in diesen Fällen auch einen Baukoordinator?

Diese Frage wird oft gestellt, ist aber ganz klar mit Ja zu beantworten.

Das Gesetz bezieht sich nicht auf die Anzahl der abgeschlossenen Werk­verträge, sondern darauf, ob auf der Baustelle gleichzeitig oder aufeinander­folgend Arbeitnehmer (Beschäftigte) mehrerer Arbeitgeber tätig werden. Die Art der Beauftragung spielt dabei keine Rolle, wenn es um die gesetzliche Verplichtung zur Bestellung eines Koordinators geht. Ausschlaggebend ist, dass bereits ab zwei auf der Baustelle tätig werdenden Unternehmen (Arbeitnehmer mehrerer Arbeitgeber) ein Koordinator zu bestellen ist.

Eine genauere Erläuterung und weitere Informationsquellen finden Sie in diesem Blogartikel:

> Blogartikel: Koordinationspflicht gemäß BauKG bzw. BaustellV auch bei Generalunternehmerverträgen

Warum hab ich als Bauherr trotz Vergabe an Fachfirmen Verpflichtungen betreffend Arbeitssicherheit/BauKG? Wie ist die Verantwortung verteilt?

Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG) richtet sich primär an den Bauherrn als Veranlasser eines Bauvorhabens und zielt unter anderem auf eine bessere Koordinierung der Sicherheitsmaßnahmen in der Planungsphase und auf den Einsatz von kollektiven Schutzmaßnahmen ab. Der Bauherr entscheidet über die finanziellen Mittel und hat somit den größten Einfluss darauf. Für alle planenden und ausführenden Unternehmen besteht gegenüber dem Bauherren eine Hinweispflicht bezüglich der Bestimmungen des BauKG.

Die Hinweise des Baukoordinators und der Inhalt der Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente, insbesondere des SiGePlans, ist von allen Projektbeteiligten (auch Selbständige ohne Arbeitnehmer) umzusetzen bzw. einzuhalten. Der SiGePlan berücksichtigt insbesondere die kollektiven, Gewerke übergreifenden Schutzmaßnahmen.

Unternehmen haben die primäre Verantwortung für Ihre Arbeitnehmer, insbesondere hinsichtlich der individuellen, ihr Gewerk betreffenden Sicherheitsmaßnahmen. Neben der Verantwortung der Arbeitgeber und den betrieblichen Vorgesetzten ist auch eine Mitverantwortung von Bauherr (Projektleiter) und Koordinatoren gemäß den Bestimmungen des BauKG gegeben.

Was muss ich als Bauherr tun?

Die erforderlichen Aktivitäten sind von den Baustellenbedingungen (Anzahl der Firmen, Art und Umfang der Arbeiten) abhängig. Im Regelfall (dazu zählen auch die meisten Einfamilienhäuser) haben Sie als Bauherr folgende Verpflichtungen:

  • Übermittlung der Vorankündigung an die zuständige Behörde (Adressen und Muster finden Sie in der Know-how-Datenbank)
  • dafür zu sorgen, dass die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung in der Planung und Ausführung berücksichtigt werden (hierfür brauchen Sie üblicherweise bereits einen Fachmann bzw. einen Koordinator)
  • dafür zu sorgen, dass ein SiGePlan und eine Unterlage für spätere Arbeiten erstellt und berücksichtigt wird  (hierfür brauchen Sie jedenfalls einen Fachmann bzw. einen Koordinator)
  • Bestellung eines Koordinators für die Planungsphase und eines Koordinators für die Ausführungsphase (diese sind dann für die Umsetzung weiterer Aufgaben zuständig und unterstützen den Bauherr für eine praxisgerechte Erfüllung seiner Verpflichtungen)
  • dafür zu sorgen, dass den Hinweisen der Koordinatoren (erforderliche Änderungen der SiGe-Dokumente oder Beseitigung von Gefahren) nachgekommen wird.

Es gibt es eine Situation, die einen SiGePlan, aber keinen Koordinator erfordert (Beschäftigte von nur einem Arbeitgeber). Dieser Fall kommt aber kaum vor.

Erfahrungsgemäß hat sich gezeigt, dass die rechtzeitige Bestellung eines Koordinators (in der Planungsphase bzw. spätestens für die SiGePlan-Erstellung) größtmöglichen Nutzen und bestmögliche Rechtssicherheit für alle Projektbeteiligten und vor allem für den Bauherrn schafft. Gleichzeitig haben Sie als Bauherr von Beginn an einen fachkundigen Berater bzw. eine entsprechende Unterstützung.

Einen detaillierten Überblick der geforderten Maßnahmen finden Sie in den nachfolgenden Aufstellungen oder unter Gesetze und Rechtsprechung auf der Service-Seite dieser Plattform.

> Übersicht der geforderten Aktivitäten gem. BauKG in Österreich (PDF)

Was kostet mich als Bauherr die Nutzung der Plattform bausicherheit.at?

Die Ausschreibungsdienstleistungen dieser Plattform sind für Sie als Ausschreibender bzw. Bauherr kostenlos – keine Registrierungsgebühr, keine monatlichen Kosten, keine Vermittlungsgebühr.

Was kostet mich als Koordinator die Nutzung der Plattform bausicherheit.at?

Der Zugang zur Plattform ist für alle Nutzer kostenlos. Die Suche und das Anbieten von Koordinationsleistungen sind ebenso kostenlos. Nur bei Zustandekommen einer Beauftragung (Vertrag zwischen Bauherr und Koordinator) und nur wenn eine Koordinationsleistung zustande kommt, fällt für den Koordinator eine Vermittlungsgebühr in der Höhe von 3 – 7 % an. Wenn Sie keinen Auftrag erhalten, fallen für Sie auch keine Kosten an.

Wir sind uns bewusst, dass die Werte dieser Plattform nur durch ein gemeinsames, förderliches Handeln aufgebaut werden. Daher wollen wir diese Werte auch teilen und haben uns dementsprechend für eine vergleichsweise geringe Vermittlungsprovision in Verbindung mit einem üblichen Umgehungs­verbot entschieden. Nähere Infos dazu finden Sie in den AGB (Pkt. 6 und 7.2).

Von einer Rabattregelung nehmen wir Abstand, damit alle Koordinatoren die gleichen Chancen am Markt haben. Durch die Möglichkeiten des Internets entsteht für uns auch  kein unterschiedlicher Aufwand bei unterschiedlicher Projektanzahl.

Für welche Länder kann ich diese Plattform nützen?

Für Österreich und Deutschland. Seit Mitte Dezember 2013 ist für beide Länder eine eigene, separate Homepage online. Sowohl der gesamte Service- und Informations­bereich, als auch die Ausschreibungs-, Angebots- und Vergabe­funktion ist speziell auf die jeweilige Gesetzeslage abgestimmt.

Sie befinden sich auf der Homepage für Bauvorhaben in Österreich.
Wenn Sie einen Koordinator (SiGeKo) für Ihr Bauvorhaben in Deutschland suchen, Ihre Leistungen als Koordinator (SiGeKo) in Deutschland anbieten wollen oder Informationen zur Baustellenverordnung suchen, wechseln Sie bitte zu bausicherheit.de